Weiterbildung in traumazentrierter Körpertherapie
Tiefenpsychologisch fundierte Heilung von Bindungs- und Beziehungstraumata
| Körpertherapeutische Methoden gehören seit langem zum festen Bestandteil in psychosomatische Traumakliniken und zur ambulanten Traumatherapie. Die Erkenntnisse der modernen Hirnforschung zur Neurobiologie der posttraumatischen Stressreaktion stützen die Bedeutung der körperorientierten Traumabehandlung. |
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Das Trauma, das als Körperwahrnehmung in Form eingefrorener Bewegungs- und Schockmuster gespeichert wird, entspricht einer neurophysiologischen Stressverarbeitungsstörung.
Die posttraumatische Belastungsstörung gilt als Physioneurose oder funktionelle Gehirn-psychosomatose. Dabei spielt das Körpergedächtnis eine wesentliche Rolle. Demnach gelten körperliche Empfindungen und die körperorientierte Abreaktion zur Lösung der Schockstarre in einer haltgebenden Umgebung als der Schlüssel zur Traumaheilung. Die traumazentrierte Körpertherapie beinhaltet die wesentlichen Wirkfaktoren einer heilenden Traumabehandlung.
Ziele der Weiterbildung
- Die Teilnehmenden lernen auf der Grundlage der modernen Psychotraumatologie die Auswirkungen von traumatischen Einflüssen in der Kindheit, der Jugend und im Erwachsenenalter einzuschätzen und wirkungsvolle Interventionen einzusetzen.
- Es werden konsequente und überprüfbare Behandlungsmodelle und Techniken der Durcharbeitung vorgestellt. Diese sollen den Klient/inn/en helfen, den Alltag zu bewältigen, Sicherheit zu finden und das Trauma Schritt für Schritt zu verarbeiten.
- Neben den klassischen Interventionsverfahren werden vor allem körperorientierte, kreative und bewegungsaktivierende Interventionen und Methoden vorgestellt und geübt.
- Die Teilnehmenden lernen das Erstellen von Diagnostik und Anamnese zu Schockzuständen, Dissoziation und Persönlichkeitsstörungen. Kategorien zur Einschätzung von komplexer Traumatisierung bis zu einmaligen traumatischen Erlebnissen werden in anwendbare Behandlungseinheiten übersetzt. Es sollen vor allem die Selbstheilungskräfte der Betroffenen aktiviert werden.
In allen Modulen geht es um körperzentrierte Interventionen, Übungen und die Dynamik der Weiterbildungsteilnehmer/innen.
Modul 1: Einführung in die traumazentrierte Körpertherapie
Modul 2: Stabilisierungsmethoden, Affektregulation, Ressourcenaktivierung
Modul 3: Körperorientierte Intervention I
Modul 4: Körperorientierte Intervention II
Modul 5: Bewegungsorientierte und kreativitätsfördernde Interventionen
Modul 6: Selbstreflexion und Psychohygiene
Modul 7: Supervision von Fallanalysen
Modul 8: Zertifizierung
Die Deutsche Gesellschaft für Psychotraumatologie e.V. (DeGPT) hat Weiterbildungsstandards zur Behandlung von Traumafolgestörungen erarbeitet, die eine Qualitätssicherung psychotraumatologischer Weiterbildungen gewährleisten soll. Das vorliegende Curriculum richtet sich nach diesen Standards.
